Unpünktliche Konzerte in Berlin: An-fan-gen! An-fan-gen!
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Selbst schuld. Dass Jeff Tweedy, hier bei einem früheren Konzert in Berlin, neulich die Fans trotz toller Show irgendwann davonliefen, hatte auch mit dem späten Konzertbeginn zu tun.

© dpa

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Unpünktliche Konzerte in Berlin: An-fan-gen! An-fan-gen!

Musikfans kennen das Problem: Zuerst wartet man sich lahm, dann ist man unnötig spät im Bett. Warum können Konzerte nicht einfach zu der Zeit beginnen, die auf dem Ticket steht?

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Neulich, in Schöneberg, hat Jeff Tweedy sich in einen Rausch gespielt. Es war in der Apostel-Paulus-Kirche an der Grunewaldstraße, als der Sänger der Band Wilco sich ein wenig verlor in seiner Musik. Verständlich: der pompöse neogotische Backsteinbau, die Akustik. Der enge Kontakt zu den Fans, die hier dicht gedrängt auf den Bänken saßen wie sonst nur zum Gospelkonzert, der eigene Sohn am Schlagzeug – das erlebt selbst ein Profi wie Tweedy, der seit 30 Jahren im Geschäft ist, nicht jeden Tag. Die Fans standen bald, sangen, klatschten, stampften mit, bis die Wände bebten. Und Tweedy hörte gar nicht mehr auf.

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