Berlin: Berlin, ein Sommermärchen
Was ist bloß los mit der Stadt? Die WM und die Touristen haben unsere Stimmung verändert. Die Hauptstädter zeigen ihre Lebensfreude, gut gelaunte Menschen überall – selbst singen ist normal
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Wenn Schubschiff-Kapitän Thomas Mooz durch Berlin schippert, schaut er normalerweise auf eine Ladung von Kies, Schrott oder Sand. Seit einer Woche besteht sie aus grinsenden Freizeitkickern, Fußball-Groupies, die sich an der Reling sonnen, einem DJ und einer riesigen Tonnage an WM-Gefühl, diesem schwer definierbaren Mix aus kollektivem Begeisterungsrausch, stiller Daseinsfreude und totaler Sorglosigkeit. Mooz sagt, ihm sei es egal, ob er Kies oder WM-Touristen mit sich führt, aber später einmal wird er sich erinnern, wie es war in jenem Sommer, als Berlin seine Lebensfreude wiederentdeckte und alles knausrige Lästern über Steuern, Schulden oder sinkende Frachtraten kein Thema mehr war.
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