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Zum Tod der Berliner Kinderärztin Ingeborg Rapoport: „Ich habe meine Promotion für die Opfer gemacht“
Die berühmte Berliner Kinderärztin Ingeborg Rapoport ist tot. Mit 102 Jahren hatte sie 2015 ihre Doktorarbeit nachgeholt, die sie als Jüdin in Nazi-Deutschland nicht verteidigen durfte. Ein Interview von damals.
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Die Kinderärztin Ingeborg Rapoport ist tot. Sie starb bereits am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 104 Jahren, wie die Charité am Dienstagabend mitteilte. Die renommierte Kinderärztin gilt als Begründerin der Neugeborenenmedizin in der DDR und hatte ab 1969 an der Charité den deutschlandweit ersten Lehrstuhl für Neonatologie inne. Das Fachgebiet befasst sich als ein Spezialbereich der Kinder- und Jugendmedizin mit den typischen Erkrankungen von Neugeborenen und mit der Behandlung von Frühgeborenen. Schlagzeilen machte Rapoport im Mai 2015, als ihr in Hamburg nachträglich die Promotionsurkunde übergeben wurde. 1938 war ihr während der Nazizeit wegen ihrer jüdischen Abstammung die Teilnahme an der entscheidenden mündlichen Prüfung verweigert worden. Die Prüfung holte sie dann 2015 in ihrer Berliner Wohnung nach. Der Tagesspiegel hatte kurz nach der Promotion mit Rapaport gesprochen. Hier veröffentlichen wir noch einmal das Interview von damals.
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