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Und das bei dieser Hitze!: Berliner Bezirk rät vom Baden in diesem See ab
Der See liegt tief im Westen der Stadt und ist beliebt bei Familien im Kiez: Doch jetzt schlägt das Gesundheitsamt von Spandau Alarm – ausgerechnet zu den großen Hitzetagen! Das ist der Grund.
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Vom Baden wird in Berlin-Spandau dringend abgeraten – und das ausgerechnet bei der großen Hitze. Der Grund: Bei einer Wasseruntersuchung des beliebten Spektesees im Ortsteil Falkenhagener Feld (40.000 Einwohner) „wurden deutlich erhöhte Keimwerte gemessen“. Das teilte das Gesundheitsamt um Stadträtin Tanja Franzke (CDU) mit. Die Fachleute aus dem Rathaus raten daher „vorsorglich vom Baden und vom direkten Wasserkontakt ab“.
Es seien „sehr hohe Einzelwerte“ für die Bakterien Escherichia coli (E. coli), intestinale Enterokokken sowie coliforme Bakterien festgestellt worden, so das Gesundheitsamt. Die nachgewiesenen Bakterien könnten „auf fäkale Verunreinigungen des Gewässers hinweisen“.

© Kitty Kleist-Heinrich TSP
Die Folge: „Ein Kontakt mit belastetem Wasser kann insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem zu gesundheitlichen Beschwerden wie Magen-Darm-Erkrankungen und weiteren Infektionen führen.“ Der Spektesee werde zum Baden freigegeben, sobald die Werte wieder normal sind, so das Gesundheitsamt.
Der Spektesee im Spandauer Westen ist ein beliebter kleiner Badesee, der aber seine Tücken im Untergrund hat. Es handelt sich um eine ehemalige Kiesteichgrube aus den 60er Jahren – deshalb heißt die angrenzende Straße auch Am Kiesteich.
Im Untergrund soll auch Schutt vom U-Bahnbau nach Spandau gelandet sein, der aber wieder entfernt worden sein soll. Nicht alle Uferböschungen gelten als besonders stabil. Den Namen „Spekte“ erhielt der See vom gleichnamigen Bach, der einst durch den Grünzug floss. Dieser zieht sich viele Kilometer durch Spandau.

© André Görke
Bis vor einigen Jahren sollte man sowieso nicht im See baden, was aber die Nachbarn und Kiezkinder dennoch immer taten. 2018 wurde schließlich die heutige Badestelle eröffnet – mit Kiosk, kleinem Badestrand und Zaun, um Hunde und Wildschweine abzuhalten. Geröll wurde damals aus dem Wasser geholt und Sand für eine Nichtschwimmerzone aufgeschüttet. Kosten: 1,4 Millionen Euro.
Um die Wasserqualität zu verbessern, wurden damals auch die Fütterungsstellen für Wasservögel zurückgebaut und die Badenutzung auf die Bucht konzentriert. Hunde sind nicht mehr erlaubt, so das Bezirksamt. Durch das Anpflanzen von Sträuchern und Röhricht sollen die Ufer vor weiterem Abrutschen stabilisiert werden.
Zuletzt hatte es auch am Glienicker See im Spandauer Ortsteil Kladow Probleme im Wasser gegeben. Weil Schwimmer sich an den Wasserpflanzen störten und über Hautprobleme klagten, wurde das Grünzeug an den Badestellen aus dem Wasser geholt. Das sei aber nicht gut für den See, schrieb daraufhin das Rathaus Spandau.
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