Videoüberwachung: De Maizière weist Kritik an Experiment zurück
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Passanten nutzen in Berlin am Bahnhof Südkreuz einen Eingang der mit "Pilotprojekt zur Gesichtserkennung" gekennzeichnet ist.

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Videoüberwachung: De Maizière weist Kritik an Experiment zurück

Der Probelauf zur automatischen Gesichtserkennung in Berlin ist stark umstritten. De Maizière hält die Datenerfassung für unbedenklich.

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Wenn der Berliner Künstler Padeluun die Eingangshalle am Südkreuz betritt, weiß er, dass sein Gesicht gefilmt und die Aufnahme zum Abgleich an eine Datenbank geschickt wird. Er ist sich bewusst, dass der kleine chipförmige Transponder in seiner Tasche von den Sensoren am Eingang erfasst wird, die Maschinen also sein Ein- und Ausgehen registrieren. Bis vergangene Woche dachte der Aktivist vom Verein Netzcourage e.V., das seien die einzigen Daten, die im Rahmen der Gesichtserkennung erfasst würden. Die Einverständniserklärung für das Experiment hatte er sich genau durchgelesen und für unproblematisch befunden. Dann öffnete er zusammen mit Vereinskollegen den Transponder und las mithilfe einer frei zugänglichen App die Signale des Chips aus. Neigungswinkel, Temperatur und Beschleunigung zeigte die App an. Seine Vorstellung, dass es sich um einen RFID-Chip ohne eigene Stromversorgung handele, der nur passiv Signale aussendet, stellte sich als falsch heraus.

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