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Hauptsache, Schwimmen lernen: Der Burkini-Streit ist nicht hilfreich
Wer Burkinis im Schwimmunterricht zulässt, zementiert keine Ungleichheit, sondern wird seinem Lehrauftrag bestmöglich gerecht. Ein Kommentar.
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Wenn Frauen und Mädchen sich aus religiösen Gründen verhüllen, sorgt das regelmäßig für Streit. Nach dem Kopftuch wird nun über den Burkini, den Ganzkörperbadeanzug, gestritten. Ein Gymnasium in Herne, Nordrhein-Westfalen, hat 20 Leih-Burkinis angeschafft, um muslimischen Mädchen die Ausrede zu nehmen, aufgrund ihrer Religion nicht am Schwimmunterricht teilnehmen zu können. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) findet es „völlig vertretbar“, wenn Schulen die Teilnahme am Schwimmunterricht fördern, indem sie Burkinis ausgeben. Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner meint dagegen, die Schule zementiere so „ein frauendiskriminierendes Rollenverständnis an einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche gerade das Gegenteil lernen und sich frei entfalten sollten“. Und nachdem die Berliner AfD es schon vor zwei Jahren tat, fordert inzwischen auch die Berliner CDU ein Kopftuchverbot für Schülerinnen – und damit auch ein Burkiniverbot.
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