
© Thilo Rückeis
Stefan Komoß und Klaus Wowereit: Der Königsmörder aus Marzahn
Stefan Komoß ist Bezirksbürgermeister weit im Osten und Chef des kleinsten SPD-Kreisverbandes. Einige nennen ihn nun Königsmörder – weil er Wowereit öffentlich aufforderte, sich zu erklären.
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Im antiken Drama fiele dem Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellersdorf, Stefan Komoß, die Rolle des Königsmörders zu. Nicht mit dem Dolche erschien er im Roten Rathaus, er führte das scharfe Schwert der publizierten Meinungsäußerung. Und traf ins Schwarze: „Wir erwarten, dass Klaus Wowereit sich noch 2014 positioniert und erklärt, ob er noch mal kandidiert“, sagte der SPD-Mann vor zwei Wochen der Springer-Presse. Bis dahin hatte Wowereit nur verlauten lassen, er werde sich erst Ende 2015 äußern, ein Jahr vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus. Innerhalb der Hauptstadt-SPD gab es seit Monaten Unmut über die schlechten Umfragewerte der Partei und des Regierenden Bürgermeisters, doch niemand wagte sich mit Kritik aus der Deckung. Und dann zückte ausgerechnet Stefan Komoß, Chef des kleinsten SPD-Kreisverbandes, das Schwert.
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