Recycling in Berlin: Der Müllionär von Moabit
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Alles meins. Einen Monat etwa braucht Atilay Ünal, bis er einen solchen Berg „Folie, transparent“ aus den Abfällen Berlins herausgelöst hat.

© Xiomara Bender

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Recycling in Berlin: Der Müllionär von Moabit

Erst folgt Atilay Ünal einem Mann, der Kartons aus einem Supermarkt abtransportiert. Dann schmeißt er seinen Job am Flughafen und schafft sein privates Wirtschaftswunder. Von einem, der sich nicht zu schade ist.

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Seine Freunde waren lange der Meinung, dass dieser Aufstieg ein Abstieg sei. Warum sonst nimmt Atilay Ünal das gute Geld, das er 20 Jahre lang am Flughafen Tegel als Verantwortlicher auf dem Flugfeld verdient hat und steckt es in einen schäbigen Schuppen, eine Müllpresse, Laster und diverse Gabelstapler! Warum tauscht er einen Arbeitsplatz, der nach Kerosin und damit nach der weiten Welt riecht, gegen einen, der nach Diesel und damit nach Dienstleistung dünstet? Ganz zu schweigen vom süßlichen Geruch fermentierender Abfälle. Zu allem Überfluss beginnt das neue Leben auch noch zu nachtschlafender Zeit.

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