Berlin: Der Papierberg ruft
Dirk Bernhardt hat eine Idee aus der DDR recycelt. Jetzt bekommen Berliner Bares für alte Zeitungen
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Die Papierbank residiert, wo sonst keine Bank hinzieht: an der Spree jenseits des Ostbahnhofes, wo Kreuzberg noch richtig verrumpelt aussieht und nach Anarchie riecht. Auf einem Hafengelände am Ufer türmen sich übermannshohe Stapel aus Zeitungen, Prospekten, Pappen. Lastwagen kommen und werden gleich im Ganzen gewogen, Privatleute werfen ihre zusammengeschnürten Bündel auf eine Paketwaage. Ein Stapler räumt Container umher, junge Männer wühlen sich mit Handschuhen durch die Bündel, um Fremdkörper herauszufischen. Der Betrieb ähnelt einem konventionellen Recyclinghof. Aber er ist anders, denn hier verdienen alle. Auch die Kunden.
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