Schauplatz Berlin (Auflösung 14): Der vergessene Zeitgenosse
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Die Gedenktafel für Boris Blacher befindet sich am Haus Kaunstraße 6 ((Zehlendorf).

© – Foto: OTFW, Berlin / Wikipedia.org – Das Bild darf unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation verwendet werden.

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Schauplatz Berlin (Auflösung 14): Der vergessene Zeitgenosse

Fast an jeder Ecke in Berlin hängt eine Gedenktafel, 2820 sind es insgesamt. Der Tagesspiegel bietet jede Woche ein Gedenktafel-Rätsel. Hier finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Auflösung zu unserer vierzehnten Folge.

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Dass beide Geburtstagstermine zutreffen, die ihm – 6. Januar (julianischer Kalender); 19. Januar (gregorianischer Kalender) – zugeschrieben werden, verweist wohl auf seine Weltläufigkeit. China, Russland und die Mandschurei waren seine Kindheitsländer; der Vater, ein im estnischen Tallinn geborener Bankdirektor, muss jobbedingt oft umziehen. Gefördert durch das großbürgerliche Elternhauses lernt Boris Blacher Geige und Klavier, wächst fünfsprachig auf (Deutsch, Russisch, Chinesisch, Italienisch, Englisch). In Irkutsk, dem Paris Sibiriens, begeistert sich der 14jährige – als Beleuchtungshelfer und Kulissenschieber – fürs Musiktheater. Fünf Jahre später nach Berlin gekommen, widmet er sich dort nur kurz dem Mathe-und Architektur-Studium. Lieber begleitet er Stummfilme am Piano, schreibt Soundtracks, unter anderem für den ersten Bismarckfilm (1925) sowie Unterhaltungsmelodien. Studiert Tonsetzerei. Und wird, nach seinem abenteuerlichen Wanderer-Auftakt, fortan zum Berliner auf Dauer.          

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