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Schauplatz Berlin (Auflösung 8): Die Alleskönnerin
Fast an jeder Ecke in Berlin hängt eine Gedenktafel, 2820 sind es insgesamt. Der Tagesspiegel bietet jede Woche ein Gedenktafel-Rätsel. Hier finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Auflösung zu unserer achten Folge.
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Einmal im Jahr nur, so hat sich Lilli Palmer, die eigentlich Lilli Marie Peiser hieß, später in ihrer Bestseller-Biographie (Dicke Lilli – gutes Kind“) erinnert, sei ihr während der Kindheitsjahre bewusst geworden, dass sie Jüdin war. Ihre Schulklasse bereitete wieder das Weihnachtsspiel vor – und für sie, der sonst alle Hauptrollen im Schultheater zuflogen, blieb nur der Engel mit fragiler Batteriebeleuchtung. Um die Jungfrau Maria spielen zu dürfen, schlug sie damals dem Vater sogar vor, sich taufen zu lassen. Der hätte seine kluge Tochter gern als Chirurgin in den eigenen Fußstapfen gesehen. Auch als Pingpong-As hat sie damals brilliert, war für eine Weltmeisterschaft nominiert. Aber da war der Weg auf die Bühne schon ihr eigentliches Ziel. In der zweiten Lebenshälfte wird sie schließlich beginnen, eindrucksvoll zu malen – und ernsthafte Anerkennung ernten. Diesen Erfolg wiederum sollte dann knapp zehn Jahre später ihre Schriftsteller-Karriere noch übertreffen.
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