Schauplatz Berlin (Auflösung 4): Die Stehauf-Frau
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Die Gedenktafel für Hildegard Knef an der Leberstraße 33 (Schöneberg). Das Bild darf unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation verwendet werden.

© OTFW Berlin / Wikipedia.de

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Schauplatz Berlin (Auflösung 4): Die Stehauf-Frau

Fast an jeder Ecke in Berlin hängt eine Gedenktafel, 2820 sind es insgesamt. Der Tagesspiegel bietet jede Woche ein Gedenktafel-Rätsel. Hier finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Auflösung zu unserer vierten Folge.

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Der Sisiphus-Alptraum, von dem sie in „Das Urteil“ (1975), dem Buch über ihre Krebs-Erkrankung,  berichtet, geht so: Eine alte Frau hockt im engen dunklen Zimmer unter einer hohen Fensterbank. Ihr Kopf sitzt lose auf dem Rumpf, rollt ohne Blutverlust zu Boden. Sie strengt sich an, ihn aufzuheben, tastet sich durch den Raum, findet ihn, setzt ihn auf das Loch zwischen den Schultern – doch bei der kleinsten Bewegung droht er, herunterzukullern. Als sie das selber aufschreibt, ist sie nicht wirklich alt, hat aber viele Operationen, Karrieren, den Weltuntergang von 1945, anderthalb Ehen hinter sich. Ein paar Jahre später, in ihrem nächsten Buch (1978), wird sie dann Interviews mit Prominenten über parapsychologische Phänomene führen. „Auf unserem Planeten – durch den Weltraum jagend – sind wir ständig kosmischen Kräften ausgesetzt,“ behauptet sie im Vorwort. „Ebenso beständig ist die Sehnsucht nach dem Wunderbaren.“

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