
© Kai-Uwe Heinrich
Kochserie: Die zarteste Versuchung
Björn Alexander Panek fährt kulinarisch gerne zweigleisig: Der Sternekoch pflegt die italienische Küche – traditionell, vor allem aber experimentell. Die Teilnehmer seiner April-Seminare erfahren etwa, wie Lammbraten garantiert zum Gaumenschmeichler wird und Dotter zum scharfen Überraschungsei.
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Wo hört die italienische Küche auf, italienisch zu sein? Sobald wir ernsthaft beginnen, diese Frage zu diskutieren, stecken wir mitten im Dilemma, das Björn Panek nur zu gut kennt. Denn der Restaurantname „Gabriele“, den er von seinem glücklosen Vorgänger geerbt hat, lässt ja italienische Motive mehr als nur leise anklingen. Doch ein querfeldein ausgebildeter, höchst talentierter Koch wie Panek denkt nicht daran, sich in seiner ersten Küchenchefstelle auf Spaghetti Bolognese und Saltimbocca zu beschränken. Und der Ausweg in die sogenannte mediterrane Küche ist keiner, weil auch sie längst zum Klischee erstarrt ist, seit praktisch jeder bessere deutsche Koch irgendwas mit Olivenöl, Artischocken und Knoblauch auf der Karte hat.
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