Mutter eines Berliner Schulschwänzers verurteilt
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Junge mit Schulranzen. Der Fall eines Schülers, in dem nun ein Urteil erging, ist besonders krass. Doch es gibt in Berlin mehr als 3500 hartnäckige Schwänzer.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Fast 1000 Fehltage in der Schulzeit: Die Zukunft geschwänzt

Ein Junge aus Berlin-Reinickendorf fehlt fast 1000 Mal in der Schule, ihm droht nun eine Hartz-IV-Karriere. Die Mutter wird deshalb zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Hartnäckige Schulschwänzer sind in Berlin keine Seltenheit.

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„Was mit Autos“ wolle er am liebsten einmal beruflich machen, sagt der 17-Jährige nach der Gerichtsverhandlung. Er lächelt freundlich und ein bisschen schüchtern. Auf die Frage, ob er gern noch einmal in die Schule gehen würde, nickt er und murmelt „doch, ja, schon“, dann schweigt er wieder. Auch vor Gericht hat er geschwiegen, genauso wie seine Mutter, die Angeklagte, die schließlich vom Amtsgericht Tiergarten zu neun Monaten Haft, ausgesetzt zu zwei Jahren Bewährung, verurteilt wurde – wegen Verletzung der Fürsorgepflicht.

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