
© Hans Ohse
Rolf Eden und Ben Wagin: Ein seltsames Paar
Der eine brachte der Stadt Misswahlen und Gogo-Girls, der andere politische Kunst und viele, sehr viele Ginkgos. Was kaum jemand weiß: Rolf Eden und Ben Wagin sind Freunde, seit mehr als 50 Jahren.
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"Hier ist die Maus, gib mir mal den Igel." Die Sekretärin stutzt, stellt dann aber durch. "Du, können wir das jetzt machen mit dem Stein da?", fragt der Anrufer. Kurze Pause am anderen Ende der Leitung. "Ja, können wir machen." So erzählt es Ben Wagin. Und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sich sein Vorstoß neulich beim Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, genau so zugetragen hat. Wagin - der Mann mit dem Käppi auf dem kahlen Kopf, den verhornten Fingerkuppen und den durchgewetzten Hosen, den die meisten Berliner nur als den "Baumpaten" kennen - ist dafür bekannt, mit der Tür ins Haus zu fallen. Überall hat er schon angerufen, ausnahmslos jeden sofort geduzt. Seine Kunst- und Pflanzaktionen stimmt er nur telefonisch ab, am liebsten mit den obersten Würdenträgern, Bundespräsidenten abwärts. Das hat in den letzten sechs Jahrzehnten ziemlich oft ziemlich gut geklappt. Auch diesmal wieder. Igel hält Wort, der Gedenkstein, Wagin selbst nennt ihn "Denkstein", ist vor wenigen Tagen in der Köpenicker Altstadt am Futranplatz verlegt worden.
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