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Charité-Fall: Eltern in Angst
Ein Kind ist tot, 15 Frühchen sind infiziert, sieben weitere erkrankt. Charité-Fall löst Debatte über Klinikhygiene aus.
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Die Sonne und die warmen Herbstlaubfarben verbreiten eine trügerische Idylle in der Mittelallee auf dem Gelände des Virchow-Klinikums in Wedding. Hier gehen Eltern von Frühgeborenen ein und aus, die sich ohnehin um das Leben ihrer Kinder sorgen – und nun wegen eines Keimes namens Serratia in zusätzliche Unruhe versetzt werden. Das Darmbakterium ist in der Regel harmlos, nicht jedoch für frühgeborene Babys. Seit Juli wurde der Keim an 22 Neugeborenen und Frühchen in der Station nachgewiesen. 15 Babys sind infiziert, aber nicht erkrankt, doch sieben der nur wenige hundert Gramm leichten Kinder haben das Bakterium im Blut, sie sind erkrankt, erhalten Antibiotika. „Da macht man sich schon große Sorgen“, sagt eine Mutter auf der Bank vor der Frauenklinik, sie kommt immer mit der sechsjährigen Tochter her, zur Dialyse.
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