Saubere Sache in Kreuzberg: "Graffiti ist keine Schmiererei"
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Für Janke gehört die Streetart zu Berlin.

© Luisa Hommerich

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Saubere Sache in Kreuzberg: "Graffiti ist keine Schmiererei"

Graffitis entfernen? Das kommt für Carlson Janke nicht in Frage. Als Mitarbeiter des Graffiti-Archivs in Kreuzberg engagiert er sich für einen bunten Bezirk.

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Eine Botschaft ragt in den Himmel über dem Schlesischen Tor. „Bonjour Tristesse“, hallo Traurigkeit – diese Worte schrieb ein Unbekannter vor genau dreißig Jahren auf den grauen Giebel der Schlesischen Straße 7 in Kreuzberg. Seitdem prägen sie den Kiez, sie wurden unzählige Male fotografiert. Jeder, der die Straßenecke passiert, muss sich mit ihnen auseinander setzen, ob Investorin oder Obdachloser. Damit ist der Schriftzug für Carlson Janke ein Paradebeispiel für das, was Graffiti leistet: "Graffiti ist keine Schmiererei, sondern Kommunikation", erklärt er, während er mit einem Spatel einen Aufkleber von der bunt besprühten Garageneinfahrt gegenüber kratzt. Janke, 30 Jahre alt, ist Mitarbeiter beim Graffiti Archiv Berlin. Seit 2009 dokumentieren er und seine Kollegen Medien-Debatten über das Thema, leiten Workshops an Schulen und führen Schulklassen aus der westdeutschen Provinz durchs bunt bemalte Kreuzberg, wo sie sich oft erst einmal geschockt die Augen reiben.

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