Berlin: Hans Berliner (Geb. 1929)
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Berlin: Hans Berliner (Geb. 1929)

„Gut in Schach zu sein, ist Zeichen einer vergeudeten Kindheit“

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Im Jahr 1965, kurz nach der Kubakrise, schreiben sich ein Russe und ein Amerikaner Postkarten. Die beiden führen Krieg; auf den Rückseiten der Karten stehen kurze Codes: „e4.“ „ e5.“ „ Sf3.“ „Sc6.“ „Lc4.“ „Sf6.“ Hans Berliner und Yakov Estrin führen Krieg auf 64 Feldern, Fernschach. Italienische Eröffnung, Zweispringerspiel in der Ulvestad-Variante; die Partie gilt als das beste Schachspiel des 20. Jahrhunderts. Estrin verliert nach 42 Zügen, was für ihn zwar schade ist, für diese Geschichte aber gut, denn um ihn geht es hier nicht. Es geht um Schach, das Streben nach Perfektion, und um den Kampf „Mensch gegen Maschine“, kurz: Es geht um das Leben Hans Berliners.

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