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Berlin: Hans Lemke (Geb. 1937)
Wenn er fürs Konzert üben musste, sagte er: „Ich geh’ mal dudeln.“
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Zwei Termine standen zur Wahl. „Ich hatte die Möchlichkeit … “ – bei Hans Lemke wird aus dem gutturalen g ein weiches ch; nach mehr als 45 Jahren in Berlin ist seine Wernigeröder Herkunft doch noch herauszuhören – „ … Anfang April oder Ende August 1961 beim Radio-Symphonie- Orchester in West-Berlin vorzuspielen“. Allerdings war er Mitglied des Berliner Sinfonie-Orchesters im Osten. Sich offiziell zu bewerben war unmöglich, also trugen Bekannte die Papiere klandestin über die Grenze. Hans wollte die Stelle um jeden Preis, obwohl er unter dem großartigen Kurt Sanderling spielte. Es ging um die Position; der erste Solo-Fagottist war jung und ehrgeizig, genau wie Hans, und so war ein Aufstieg zum ersten Fagottisten in absehbarer Zeit ausgeschlossen. Also West-Berlin, er musste sich nur noch entscheiden, April oder August. Er wählte den April.
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