Berlin: Internationaler Club
Es gibt draußen kein Schild, auch in den einschlägigen Barführern findet sich dieses Lokal nicht. Will man dennoch hinein, ist eine Prozedur fällig, die an Hochsicherheitstrakte erinnert.
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Es gibt draußen kein Schild, auch in den einschlägigen Barführern findet sich dieses Lokal nicht. Will man dennoch hinein, ist eine Prozedur fällig, die an Hochsicherheitstrakte erinnert. Der Besucher muss im Foyer auf einen Beamten warten, der ihn begleitet. Dann verlangt eine uniformierte Dame hinter Panzerglas, den Personalausweis abzuliefern. Im Gegenzug erhält man eine Besucherkarte, die vor einen Sensor gehalten werden muss. Wenn er reagiert, ist der Gang durch die große, gläserne Drehtür frei. Will der äußerst empfindsame Sensor nicht mitspielen, gibt es ein Problem – die Besucherkarte muss neu codiert werden, sonst kreiselt die Drehtür nicht. Ist diese Hürde glücklich genommen, führt der Beamte den Besucher zu einem noblen, innen goldschimmernden Aufzug, der in den siebten Stock rauscht. Hier ist endlich das Ziel erreicht: Der Internationale Club im Auswärtigen Amt. Noblesse oblige.
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