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Holocaust-Mahnmal: Jede zweite Stele bröckelt
Im Sommer 2007 stellte sich heraus, dass über 400 Stelen des Holocaust-Mahnmals rissig sind. Doch einer Studie zufolge sind die Schäden deutlich größer als bisher bekannt: Fast die Hälfte aller Betonpfeiler ist angegriffen. Ob und wann die Risse ausgebessert werden, ist unklar.
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Fast die Hälfte der 2711 Betonstelen des Holocaust-Mahnmals nahe dem Brandenburger Tor ist offensichtlich beschädigt. Das hat ein vom Politikmagazin „Cicero“ beauftragter Gutachter festgestellt. Rund 40 Prozent der 1361 betroffenen Stelen haben deutliche Risse von mehr als 0,2 Millimeter Breite, heißt es darin. Damit gelten die Schäden laut der Studie als erhebliche technische Mängel. Nach Aussage des Gutachters Joachim Schulz könnten Betonteile abbrechen, wenn Wasser in die Pfeiler läuft und gefriert. Eine einzelne Stele wiegt zwischen acht und 16 Tonnen. Gefahr für die Besucher bestehe aber nicht. Bei den anderen Stelen seien die Risse so dünn, dass sie nur als optische Mängel gelten. Der entstandene Schaden wird laut der Studie auf 100 000 bis 200 000 Euro geschätzt. Schulz, der das Denkmal in den vergangenen Wochen begutachtet hat, ist Lehrbeauftragter für Bauschäden an der Technischen Fachhochschule Berlin und vereidigter Sachverständiger für Sichtbeton. Die genaue Ursache der Risse ist laut der Expertise bislang unklar.
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