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Colin Firth und Jude Law auf der Berlinale: Lob des Lesens
Colin Firth und Jude Law stellen ihren Film „Genius“ vor und erzählen, was sie an ihren Rollen als Lektor und Schriftsteller faszinierte.
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Nun mal ehrlich: Jemals vor dem Film Thomas Wolfe gelesen? Aber solch eine inquisitorische Frage nach Bildung und Belesenheit ist gegenüber Colin Firth vollkommen überflüssig, er beichtet schon von ganz allein: „Nein, Thomas Wolfe habe ich zuvor nie gelesen.“ Aber er hat es natürlich nachgeholt, als es an die Vorbereitung seiner Rolle als Max Perkins ging, Lektor beim New Yorker Verlag Scribner’s Sons und Vaterfigur für den von Jude Law gespielten Jungautor Wolfe in dem Wettbewerbsfilm „Genius“. Und um beim Bloßstellen eigener, wenn auch nun geschlossener Bildungslücken fortzufahren: Auch F. Scott Fitzgerald habe er „als junger Mann übersehen“, hielt ihn für einen vor allem über Partys und die feine Gesellschaft schreibenden Autor, ein Fehlurteil, das viele gegenüber Fitzgerald hätten, auf dem sein Erfolg sogar beruhe, obwohl er doch, trotz der beschriebenen Partys, viel Tieferes gewollt habe. Und erreicht, daran besteht für den Schauspieler kein Zweifel. Und um das Bekenntnis der Unbelesenheit kurz zu komplettieren: Auch von Hemingway hat er erst jetzt manches nachgeholt.
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