Mit Jenny Erpenbeck durch Berlin-Mitte: "Man vermisst nicht nur das Gute"
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Jenny Erpenbeck am Gendarmenmarkt an einer mit DDR-Fliesen gekachelten Wand an der Ecke Markgrafenstraße / Leipziger Straße.

© Kai-Uwe Heinrich

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Mit Jenny Erpenbeck durch Berlin-Mitte: "Man vermisst nicht nur das Gute"

Autorin Jenny Erpenbeck wuchs auf, wo die Welt endete: an der Mauer zum Westen. Beim Spaziergang rund um den Gendarmenmarkt erinnert sie sich.

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Als Jenny Erpenbeck über den „Platz der Akademie“ läuft, wie sie den Gendarmenmarkt heute noch nennt, werfen die Gebäude lange Schatten. Der Deutsche und der Französische Dom glänzen in der Oktobersonne um die Wette. „Das waren früher alles Ruinen. Und ringsum Wiese. War eigentlich auch ganz hübsch“, sagt Erpenbeck. Sie hat sich hier gern versteckt, verborgene Eingänge gesucht. „Kinder lieben Ruinen.“ Die hatten etwas Geheimnisvolles, „es war verwunschen“. Erpenbeck trägt eine lange dunkle Strickjacke und Brille. Als sie fotografiert wird, zückt sie den Spiegel und macht das Haar zurecht.

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