WG mit Asylbewerbern: Mein Mitbewohner, der Flüchtling
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Eine Matratze mehr.  In diesem Raum wohnen der Syrer Ahmad (links) und Youssouf aus dem Tschad (hinten) zusammen mit unserem Autor und einer Freundin. Youssouf möchte auf Fotos nicht erkennbar sein.

© Sebastian Dudey

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WG mit Asylbewerbern: Mein Mitbewohner, der Flüchtling

Eine WG in Kreuzberg. Zwei Studenten, dazu ein Mitbewohner aus dem Tschad und einer aus Syrien. Wie lebt es sich mit Menschen, die alles verloren haben – oder nie etwas hatten? Schwierig, sagt unser Autor. Aber er würde es wieder tun. Ein Erfahrungsbericht

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Hast du die Papiere?“, schreie ich Youssouf auf Englisch am Telefon an. „Nein? Wo zur Hölle bist du? Verstehst du eigentlich, um was es geht?“ „Gib mir mal“, sag Ahmad ruhig und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich verjage eine Taube, die mich dämlich anglotzt und darauf wartet, dass ihr ein Stück meiner Pizza zufällt. Als ich vor einer Woche anfing, an dieser Reportage zu arbeiten, war längst nicht klar, was für ein dramatisches Ende die Geschichte noch nehmen würde.

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