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Tagesspiegel Plus
Philosophie to go: Mit Nietzsche in den Tag
Ein Aphorismus auf der Café-Rechnung regt unseren Autor zum Nachdenken an.
Von Lars von Törne
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Morgens um 9 Uhr, ein Café in Prenzlauer Berg. Zum Frühstück gibt’s ein Nietzsche-Zitat als Beigabe, aufgedruckt auf der Rechnung: „Alles Fertige wird angestaunt, alles Werdende wird unterschätzt.“ Darauf muss man erst mal rumkauen. Was wollen uns die Bedienung und ihre Kollegen damit sagen? Dass einige von ihnen noch in der Ausbildung sind und eventuelle Defizite im Service zu entschuldigen bitten? Dass man es dem vielbeschäftigten Küchenteam nicht übel nehmen soll, wenn es mal ein bisschen länger dauert?
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