F.C. Gundlach im Interview: "Mode? Das war doch Berlin!"
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Die Zeit steht Stil. F.C. Gundlach verstand es, Berliner Mode in Szene zu setzen: „Das große Bild habe ich 1961 in der Woche gemacht, als die Mauer gebaut wurde. Mit einem Teleobjektiv, so dass man die Schilder sehen kann, die sagen: ,You are leaving the American Sector‘. Die Mode dominiert, aber das Brandenburger Tor ist im Hintergrund.“

© F.C. Gundlach

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F.C. Gundlach im Interview: "Mode? Das war doch Berlin!"

Pelz und Trümmer passten nicht zusammen, Frontstadt und Fashion umso mehr: In den 50er und 60er Jahren setzte der Fotograf F. C. Gundlach Kleider in Szene – und wurde zur Ikone. Hier erinnert er sich an goldene Zeiten. Eine Plauderei ohne Nähkästchen.

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Franz-Christian Gundlach ist der wichtigste Förderer der Fotokunst in Deutschland. Er wurde 1926 im hessischen Heinebach geboren, 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1946 absolvierte er eine fotografische Lehre in Kassel, seine erste Stelle hatte er in Stuttgart bei einer Modefotografin. Bei einem Aufenthalt in Paris lernte er die Haute Couture kennen, fotografierte für deutsche Illustrierte die Kollektionen großer Häuser. 13 Jahre lang inszenierte Gundlach für das Magazin „Film und Frau“ die Mode von Berliner Couturiers. Ab 1963 arbeitete er 20 Jahre lang exklusiv für die „Brigitte“, deren Modestil er prägte – und damit den der deutschen Frauen. Schon früh lernte Gundlach wichtige Fotografen wie Erwin Blumenfeld, Irving Penn und Horst P. Horst kennen. Von 1975 bis 1992 stellte er in seiner Hamburger PPS-Galerie Bilder vieler großer Bildkünstler aus. Aus dem Fotografen Gundlach wurde mehr und mehr ein Sammler und Förderer, auch lehrte er an der Berliner Universität der Künste. Heute arbeitet er in einer zum Archiv ausgebauten Altbauetage in Hamburg-Harvestehude, organisiert Ausstellungen, sichtet Bilder, knüpft Kontakte. 2003 wurde er Gründungsdirektor des Hauses der Photografie in den Deichtorhallen – in diesem Jahr findet dort die von Gundlach 1999 ins Leben gerufene Triennale der Photographie statt. Zur Berliner Modewoche wird er wohl dieses Mal nicht kommen.

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