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Nachruf auf Rainer Betz (Geb. 1941): Nur mit Links
Viele Ausstellungen bestückte er, aber einen festen Galeristen fand er nie, auch wenn seine Frau bei allen nachfragte. Es hat ihn nicht geärgert. Auch nicht, als das Finanzamt seine Malerei als "Liebhaberei" einstufte.
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Er hat alles mit links gemacht. Die Rechte hing herab, die Finger meist ein wenig nach hinten gespreizt. Die Linke führte den Pinsel, ach was Pinsel, ein Zepter hielt die Linke, denn Rainer Betz war ein König in seinem Reich der Farben und Formen, Herrscher über die seltsamsten Untertanen, die je ein Berliner Maleratelier bevölkerten. Da war das polyglotte Schnabeltier, stets auf Reisen, Fritz Vogelschreck und die Raben, die weltverschlingende Riesenschlange, da tanzten gespenstische Harlekine mit großen Augen, Augen fast so groß wie die seinen, mit denen er auf Landschaften blickte, die andere so nie sahen. Für viele von uns ist die Welt da draußen nur ein geschlossener Horizont, in seinen Bildern führte immer ein Weg hinaus, hinauf, hinab, wohin auch immer, aber er blieb nie zu Hause in Gedanken.
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