Flugrouten: Pfiffe für Wowereit - vor fünf Jahren
Vor fünf Jahren buhten Flugroutengegner den Regierenden Bürgermeister aus. Die Lärmschutzkommission beendete ihre Sitzung vorzeitig ohne Beschluss. Was Klaus Kurpjuweit darüber schrieb.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Nicht gerade freundlich ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Montagabend bei der Demonstration der Flugroutengegner in Lichtenrade empfangen worden. Er konnte zunächst nur unter Buhrufen und Pfiffen reden, die später nachließen. Einige der erneut rund 5000 Teilnehmer nannten ihn „Lügner“ und riefen „abtreten“. Wowereit, der selber bis vor wenigen Jahren in Lichtenrade gewohnt hatte, erklärte in seiner Rede Verständnis für die Sorgen der Bewohner: „Die ökonomischen Belange der Fluggesellschaften sind nachrangig.“ Den immer noch im Raum stehenden Vorschlag der Flugsicherung für die Routen vom und zum neuen Flughafen in Schönefeld nannte er inakzeptabel. Wowereit sagte zudem, er sei seinerzeit für den Standort Sperenberg gewesen: „Aber andere haben die Entscheidung getroffen. Jetzt gibt es keine Alternative mehr.“ Der CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende Frank Henkel bezeichnete Wowereits Teilnahme als „Doppelspiel“. Als Regierender Bürgermeister habe dieser genug Möglichkeiten, auf die Routenplanung Einfluss zu nehmen.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true