Die ticken nicht richtig: Pflegt die öffentlichen Uhren!
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Jahrelang schleppte sich die Uhr am Roten Rathaus ihrer Zeit hinterher. Jetzt wird endlich ein neues Uhrwerk eingebaut.

© picture alliance / Sophia Kembow

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Die ticken nicht richtig: Pflegt die öffentlichen Uhren!

Einst wurden öffentliche Uhren als Errungenschaft für ein geordneteres Leben gefeiert. Heute irritieren sie oft: Weil sie ungenau gehen oder komplett falsch. Das wirkt gestrig – und verkennt, wie kostbar die Zeit ist.

Von Maris Hubschmid

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Morgens, halb zehn in Deutschland. Oder doch schon zwanzig vor? Erst gestern bin ich wieder drauf reingefallen: Auf den ersten Fahrradmetern des Tages bewege ich mich in dem Glauben, gut in der Zeit zu sein. Dann alarmiert mich die Straßenuhr am Südstern. Oha, schon so spät? Also schnell, fester treten, damit das Kind pünktlich in die Kita kommt. Schiebe ich dort mein Rad vom Gelände und sehe zum Heilig-Kreuz-Kirchturm, atme ich auf – ordentlich was gutgemacht! Jetzt entspannt ins Büro. Doch bereits an der Kreuzung Mehringdamm/Tempelhofer Ufer ist der Zeiger wieder bedrohlich vorgerückt. Viele der öffentlichen Uhren, die ich täglich passiere, gehen vor oder nach. Jeder Trip gerät zur Zeitreise.

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