Familiendrama in Gatow: Rechtfertigung mit einem Abschiedsbrief
zum Hauptinhalt
Vor dem Haus der Familie wurden Blumen und Kerzen abgelegt.

© dapd

Tagesspiegel Plus Update

Familiendrama in Gatow: Rechtfertigung mit einem Abschiedsbrief

Der Gatower Familienvater, der seine Frau sowie seine beiden kleinen Kindern getötet hat, hat einen Abschiedsbrief an die Bild-Zeitung geschrieben. Darin begründet er seine grausame Tat mit „fürsorglicher Liebe“. In Justizkreisen kann man sich nicht an einen vergleichbaren Fall erinnern.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

„Ich tat es allein aus ganz großer Liebe und Verzweiflung!“ So steht es im Abschiedsbrief des 69-jährigen Familienvaters, der in Gatow seine 28 Jahre alte Frau sowie seine beiden kleinen Kinder, die drei und sechs Jahre alten Söhne in der gemeinsamen Wohnung, umbrachte. Bevor er sich selber das Leben nahm, schickte er das Schreiben, mit dem er seine Taten rechtfertigte, an die Bild-Zeitung. Laut Polizei soll es mehrere Schreiben geben. In dem von der Zeitung veröffentlichten Brief schreibt er, „in voller Verantwortung und vollkommen klarem Bewusstsein“ gehandelt zu haben. Unter anderem führt der Wirtschaftsberater an, dass seine Frau mit den Kindern überfordert gewesen sei. „Nur ich kann nicht Hausmann spielen und gleichzeitig mit 200 Prozent, die notwendig wären, um etwas weiter wieder neu aufzubauen, da sein“, heißt es weiter. Den Ermittlungen zufolge hatte die Familie starke finanzielle Probleme.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })