Reaktion auf Drohbriefe: Religionen gegen Rechtsextreme
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Adressat. An die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln schickten Rechtsextremisten einen Drohbrief. Ein Schreiben gleichen Wortlauts erreichte auch die Jüdische Gemeinde.

© Kitty Kleist-Heinrich

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Reaktion auf Drohbriefe: Religionen gegen Rechtsextreme

Muslime, Juden, Katholiken und evangelische Protestanten gründen gerade gemeinsam einen Verein. Eins ihrer Ziele ist ein interreligiöses Zentrum auf dem Tempelhofer Feld.

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Anlass war ein rechtsextremer Drohbrief an die Jüdische Gemeinde Berlin und zwei Berliner Moscheen. Als Reaktion darauf entsteht ein außergewöhnlicher Zusammenschluss: Muslime, Juden, evangelische und katholische Christen sind dabei, gemeinsam einen Verein zu gründen - den „Treffpunkt Religion und Gesellschaft“. Später sollten auch noch Buddhisten, Hindus und Vertreter anderer Religionen hinzukommen, sagt Carl Chung vom Mobilen Beratungsteam „Ostkreuz“, auf dessen Initiative sich die Gründungsmitglieder zusammenfanden. Mit im Boot ist der Moschee-Dachverband Ditib, die Jüdische Gemeinde Berlin, die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz, vertreten durch den Kirchenkreis Neukölln, und das Erzbistum Berlin. „Der Verein versucht Antworten zu geben auf die Frage, wer und was alles zu diesem Land gehört“, sagt Chung. Langfristiges Ziel sei es, ein interreligiöses Zentrum auf dem Tempelhofer Feld zu gründen.

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