Rotorblatt rollt durch Berlin: Aktivisten protestieren gegen Reiches Stromnetzpläne
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Katherina Reiche (CDU) plant Reformen beim Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien.

© Manuel Genolet/dpa

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Rotorblatt rollt durch Berlin: Aktivisten protestieren gegen Reiches Stromnetzpläne

Vor dem Bundeswirtschaftsministerium laden Aktivisten ein Rotorblatt und ausrangierte Solarpanels ab. Warum Campact gegen Reiches Stromnetzpläne Stimmung macht.

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Mit dem Rotorblatt einer Windkraftanlage und Schrott aus ausrangierten Solarpanels haben Nichtregierungsorganisationen in Berlin gegen die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche demonstriert. Die von Campact initiierte Aktion „Schrottplatz der Energiewende“ richtet sich gegen ein geplantes „Netzpaket“ der CDU-Politikerin. 

Reiche will den Ausbau von Wind- und Solaranlagen besser mit dem hinterherhinkenden Netzausbau synchronisieren und Kosten senken. Die Pläne haben wegen verschiedener geplanter Maßnahmen breite Kritik ausgelöst. 

„Die Energiewende gehört nicht auf den Schrottplatz“, kritisierte Campact-Vorstand Christoph Bautz. „Doch mit dem Netzpaket von Katherina Reiche würde der Ausbau der erneuerbaren Energien jäh ausgebremst.“

Das Rotorblatt fuhr als Sondertransport durch Berlin und wurde wie die Solarpanels vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie abgeladen. Auf dem Rotorblatt prangte die Forderung: „Reiche: Energiewende nicht verschrotten!“ Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 200 Menschen an der Aktion.

In dem Gesetzentwurf von Reiche heißt es, der Netzausbau könne nicht mit dem Bau von Anlagen Schritt halten. Deshalb soll in besonders belasteten Gebieten im Falle, dass Wind- und Solaranlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, keine Entschädigung mehr für neue Anschlüsse gezahlt werden. (dpa)

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