Berlin: Sie werden nicht platziert
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Berlin: Sie werden nicht platziert

Das Interesse von Touristen und Berlinern ist riesengroß – doch das Land tut bisher nichts für ein DDR-Museum

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Vor dem Eingang steht ein Blaulichtwagen der Volkspolizei Marke Shiguli. Man kann ihn mieten, den Genossen Kommissar mimen und Polizeiruf 110 spielen. In dem Flachbau Gertrud-Kolmar-Straße 14, in der Mitte der Touristenmeile zwischen Holocaustmahnmal und Führerbunkergelände, finden sich die nächsten Absonderlichkeiten. Abgegriffene alte Zeitschriften, Gasmasken, tristes Mobilar, eine Tischdecke aus rotem Samt mit Lenins Halbglatze im Mittelpunkt, trauriges Konsum-Interieur, Pflaumenmus, Karo-Zigaretten, Bierhumpen vom BFC Dynamo, VP-Orden, seltsame Stationen bei dieser „Zeitreise durch die DDR“, einer arg zusammengestümperten Ausstellung, in der der verwunderte Betrachter „einen untergegangenen Staat“ kennenlernen soll. Das Beste in dieser merkwürdigen DDR-live-Schau ist noch das Eintrittskärtchen mit einem „Hunni“ auf der Rückseite, dem 100-Mark-Schein der Staatsbank mit dem bärtigen Karl Marx.

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