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Streik der Schleusenwärter: "So was hat es noch nicht gegeben."
Alle Berliner Schleusen werden bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi will eine Jobgarantie durchsetzen. Sportboote und Frachtkähne kommen nicht mehr voran. Einen alten Kapitän stört das wenig.
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Für das Frachtschiff Paloma ist die Fahrt nach Hamburg an der Charlottenburger Schleuse vorerst zu Ende. Die Tore bleiben geschlossen. Schleusenstreik. „Drei Tage eingesperrt“, sagt der Matrose beim Vertäuen. Sein Chef, Kapitän Günter Ewald, 73, ist schon zu lange im Geschäft, um sich darüber aufzuregen. Den Streik findet er eigentlich ganz richtig, „nur sollten sie das mal richtig durchziehen, nicht nur drei Tage lang.“ „Der Ramsauer“, Bundesverkehrsminister, CSU, habe es nicht besser verdient.
In Berlin sind laut Gewerkschaft Verdi alle Schleusen, im Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Eberswalde in Nordbrandenburg und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns 18 von 39 Schleusen betroffen, darunter viele touristisch relevante wie die Schleusen in Himmelpfort, Zehdenick, Wesenberg und Diemitz. Das WSA Brandenburg an der Havel soll erst in der nächsten Woche bestreikt werden. 500 Mitarbeiter beteiligen sich laut Gewerkschaft. Der Streik ist ohne Vorbild. „So was hat es an den Schleusen noch nicht gegeben“, sagt Verdi-Sprecher Andreas Splanemann.
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