Berlin: Sprechende Bilder
Besonders lange hat Martin Sand vor dem Porträt von "Fräulein Schiratzki" gestanden. "Sie besaß so ein Charisma, sie war eine unwahrscheinlich interessante Frau", schwärmt der Schüler von einst.
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Besonders lange hat Martin Sand vor dem Porträt von "Fräulein Schiratzki" gestanden. "Sie besaß so ein Charisma, sie war eine unwahrscheinlich interessante Frau", schwärmt der Schüler von einst. Als Selma Schiratzki 1926 Direktorin der Jüdischen Volksschule in der Rykestraße wurde, habe sie das Lehrerkollegium gleich mitgerissen. Wie sehr ihr das auch über den pädagogischen Alltag hinaus gelang, zeigt ein Foto in der Ausstellung über die Schule im Prenzlauer Berg Museum. Bei einem Ausflug bildete die Direktorin mit ein paar Kollegen eine artistische Menschenpyramide. Die lachende Selma Schiratzki steht in der Mitte als tragende Säule der Figur.
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