Berliner Mauer: Bröckelnde Erinnerung
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© Spiekermann-Klaas

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Berliner Mauer: Bröckelnde Erinnerung

Der Touristenmagnet East Side Gallery sollte im Herbst saniert sein. Nun ist das Millionenprojekt wieder aufgeschoben – Anträge für Lottomittel wurden zu spät eingereicht.

Von Susanne Leimstoll

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Es ist zugig und regnerisch an diesem Morgen in der Mühlenstraße zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke. Ein Wetter wie geschaffen für einen Museumstag. In diesem Fall stehen die Exponate im Freien. Die Besucher kommen trotzdem, Hunderte. Riesenpulks mit Rucksäcken, kleine Grüppchen mit Stadtführern. Es wird Italienisch gesprochen und Französisch und Englisch. Alle haben Kameras dabei. Und Stifte. Das Ritual geht so: Aufstellung nehmen, Foto machen und sich ins 1316 Meter lange Gästebuch eintragen, direkt drauf aufs Wandbild. So geht das eine geschätzte halbe Million Mal im Jahr an der „Berliner Mauer“. Die ist ein dringender Sanierungsfall. 2,17 Millionen Euro für Reparaturen sind so gut wie bewilligt, doch die Arbeit kann nicht beginnen. Der Papierkram wegen der Lottomittel ist noch nicht beisammen.

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