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BER-Protest: Tausende Demonstranten gegen Fluglärm
Mehrere tausend Fluglärm-Gegner zogen am Samstag durch die Berliner Innenstadt. In Brandenburg hoffen Initiativen derweil auf einen Erfolg des Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot. Doch auch bei einem Scheitern haben sie vorgesorgt.
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Hans-Jürgen Seifert, 66, vom Verein „Teltow gegen Fluglärm“ fühlt sich betrogen. Vor einigen Jahren zog er mit seiner Familie in den Südwesten, wissend, dass über Teltow keine Flugrouten geplant waren. Nun soll die Nordroute des neuen Flughafens die Stadt doch tangieren, Seifert erwartet „dauerhaft krank machenden Fluglärm“. Mehr als 1000 Demonstranten protestierten nach Polizeiangaben am Sonnabend in Berlin; die Veranstalter sprachen von etwa 4000 Teilnehmern – sie hatten mit bis zu 10 000 Menschen gerechnet. Vor der SPD-Parteizentrale forderten sie den Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters und BER- Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD). Auf Transparenten waren Botschaften wie „Abend- und Morgenrot Nachtflugverbot“, „BER-Nachtflug = Körperverletzung mit Steuergeldern“ und „Platzeck und Wowereit – wann wohnt Ihr endlich bei uns unter den Flugrouten?“ zu lesen. Mit dabei war auch die Bürgerinitiative aus Friedrichshagen, die auch morgen Abend um 19 Uhr wieder zur traditionellen Montagsdemo lädt – es ist mittlerweile die 73. Mahnwache.
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