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Kriminalität in Berlin: Teert und federt Fahrraddiebe!
Wer Zweiräder klaut, entwendet nicht nur Privateigentum, er zerstört auch, was wir Alltag nennen. Für das gleiche Delikt hat man Pferdediebe früher gehängt. Ein drakonisches Plädoyer.
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Warum nochmal wurden Pferdediebe im Wilden Westen gehängt? Selbst wenn man heutigen Fahrraddieben mehr Milde gönnt, lohnt es sich, einen Moment über die Frage nachzudenken. Eine Kleinigkeit ist es schließlich nicht, sich des Rads eines Fremden zu bemächtigen, der sich mit einem Schloss ziemlich unmissverständlich gegen einen solchen Übergriff verwahrt. Längst handelt es sich auch nicht mehr um Einzeltäter, die einen Drahtesel „wegfinden“, weil ihr eigener ihnen auf dieselbe Weise abhandenkam, was sie als Akt ausgleichender Gerechtigkeit verklären. Es ist organisierte Kriminalität. Ganze Herden von Fahrrädern werden eingesammelt, hundert verschwinden allein in Berlin pro Tag. Vor allen in den letzten drei Jahren ist die Zahl der als geklaut gemeldeten Räder dramatisch angestiegen.
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