Neue Überwachungskameras in Berlin: Testphase für Gesichtserkennung spaltet die Öffentlichkeit
zum Hauptinhalt
Mit Füßen getreten werden hier vor allem Grundrechte, meint der Anwaltverein. Allerdings handelt es sich bisher nur um einen Testlauf mit über 200 Freiwilligen.

© Mike Wolff

Tagesspiegel Plus

Neue Überwachungskameras in Berlin: Testphase für Gesichtserkennung spaltet die Öffentlichkeit

Am Südkreuz werden neue Videokameras erprobt. Der Deutsche Anwaltverein sieht eine "verfassungsrechtlich brisante Kombination" mit Sicherheitsgesetzen.

Von Fatina Keilani

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Der Mann mit der Leuchtweste, der auf dem Weg zur Arbeit ist, hat eine klare Meinung. „Das ist nur ein Placebo“, sagt er. „Mich überzeugt es erst, wenn dadurch wirklich mal ein Straftäter gefangen und von einer funktionierenden Justiz verurteilt wird.“ Die Rede ist von der Gesichtserkennung, Ort des Geschehens der Bahnhof Südkreuz. Seit diesem Dienstag läuft hier ein Pilotprojekt, das, grob gesagt, eine Antwort auf die Frage bringen soll, ob bekannte Gesichter in einer Menschenmenge gefunden werden. Das Pilotprojekt wird mit 300 Freiwilligen gemacht; es soll sechs Monate dauern und wird getragen von Bundesinnenministerium, Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Deutscher Bahn.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })