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Servicewüste Schönefeld: "Wir sind hier in Brandenburg"
Eine aktuelle Tageszeitung oder ein Nachrichtenmagazin schon am Sonntag am Flughafen Schönefeld kaufen? Wo kämen wir denn dahin! Lesen Sie hier mehr im BER-Blog.
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Die Imageprobleme des Flughafenstandorts Schönefeld sind offenkundig. Die Endlos-Baustelle gilt inzwischen weltweit als Beispiel dafür, dass auch der Pfusch zuweilen „Made in Germany“ als Erkennungszeichen trägt. Als ob da nicht schon genug an Spott und Hohn wäre – der weiterhin und wohl auch längere Zeit noch in Betrieb befindliche Alt-Flughafen dort, der einst das DDR-Tor zur Welt war, trägt auf seine Art dazu bei. Wer beispielsweise am Sonntagvormittag eine aktuelle Tageszeitung oder die jüngste Ausgabe eines großen deutsches Nachrichtenmagazins käuflich erwerben will, findet diese natürlich an jeder Berliner Tankstelle. Fährt er aber ein paar hundert Meter weiter über die Stadtgrenze zum Flughafen Schönefeld, so gibt es dort keine Sonntagszeitungen und natürlich auch kein Nachrichtenmagazin. Das bekomme man in Schönefeld immer erst am Montag frühestens um 10 Uhr. Und wer da ungläubig den Kopf schüttelt, dem wird nicht etwa bedauernd und verschämt erklärt, dass der Zeitungsvertrieb nun mal nichts anderes zulasse und man deswegen leider nicht alles, was man gerne verkaufen würde, auch verkaufen könne. Nein, da wird trotzig, empört und mit rechthaberischem Blick dem Kaufinteressenten entgegengeschleudert: „Wir sind hier in Brandenburg und nicht in Berlin!“ .
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