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Eduard Bernstein und sein Ehrengrab: Ruhe unsanft
Eduard Bernstein war ein bedeutender Berliner Sozialdemokrat – doch die Stadt erkannte ihm sein Ehrengrab ab. Nun läuft die Schadensbegrenzung.
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Da liegt er, auf dem städtischen Friedhof, nahe Innsbrucker Platz – im kühlen Grab. Aber schon zu Lebzeiten war Eduard Bernstein in Berlin-Schöneberg, ganuer: im Bayerischen Viertel, zu Hause. Der große, umstrittene Theoretiker der modernen Sozialdemokratie starb im Dezember 1932, ihm blieb es erspart, den Triumph der braunen Horden in Deutschland erleben und erleiden zu müssen. Zwei Jahrzehnte später wurde dem langjährigen Reichstagsabgeordneten und Bezirksstadtrat zugesprochen, was ihm gebührt: ein Berliner Ehrengrab auf Dauer. Aber dann, im August 2010, wurde es ihm wieder genommen. Ausgerechnet der rot-rote Senat entschied klammheimlich, die Ehrengrabstätte des demokratischen Sozialisten aufzugeben.
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