Eduard Bernstein und sein Ehrengrab: Ruhe unsanft
zum Hauptinhalt
Eduard Bernstein, 1895.

© not credited, Public domain, via Wikimedia Commons

Tagesspiegel Plus

Eduard Bernstein und sein Ehrengrab: Ruhe unsanft

Eduard Bernstein war ein bedeutender Berliner Sozialdemokrat – doch die Stadt erkannte ihm sein Ehrengrab ab. Nun läuft die Schadensbegrenzung.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Da liegt er, auf dem städtischen Friedhof, nahe Innsbrucker Platz – im kühlen Grab. Aber schon zu Lebzeiten war Eduard Bernstein in Berlin-Schöneberg, ganuer: im Bayerischen Viertel, zu Hause. Der große, umstrittene Theoretiker der modernen Sozialdemokratie starb im Dezember 1932, ihm blieb es erspart, den Triumph der braunen Horden in Deutschland erleben und erleiden zu müssen. Zwei Jahrzehnte später wurde dem langjährigen Reichstagsabgeordneten und Bezirksstadtrat zugesprochen, was ihm gebührt: ein Berliner Ehrengrab auf Dauer. Aber dann, im August 2010, wurde es ihm wieder genommen. Ausgerechnet der rot-rote Senat entschied klammheimlich, die Ehrengrabstätte des demokratischen Sozialisten aufzugeben.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })