Antifa-Seniorin steht vor Gericht: Ein Schmerz für Nazis
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Irmela Mensah-Schramm steht bald wieder vor Gericht. Ihr Kampf gegen Nazi-Schmierereien gilt als Sachbeschädigung.

© DAVIDS/David Darmer

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Antifa-Seniorin steht vor Gericht: Ein Schmerz für Nazis

Ein stählerner Schaber, eine Spraydose: Irmela Mensah-Schramm ist ausgerüstet. Die 70-jährige Berlinerin sucht rechte Propaganda, kratzt Hakenkreuze ab, übersprüht rassistische Parolen. Dafür bekam sie Lob – und Anzeigen. Jetzt kommt ihr Fall vors Landgericht.

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Sie hat diesen Blick. Wo andere bloß etwas Buntes wahrnehmen, das an einem Verkehrsschild klebt, entdeckt sie einen Nazi- Aufkleber. Während andere einen beschmierten Stromkasten am Gehwegrand sehen, hat sie das Hakenkreuz erblickt. Leute gehen geradeaus ihrer Wege – sie biegt plötzlich ab und untersucht einen Altkleidercontainer: Irmela Mensah-Schramm ist immer auf der Suche nach einer rechtsradikalen oder ausländerfeindlichen Parole, die sie wegmachen kann. Sie macht weg, was sie als rechte Propaganda identifiziert hat. Sie ist Reinigungskraft im politischen Raum.

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