Tagesspiegel Plus
Gesellschaft: Einer für Alles
Einkaufen unter Palmen statt unter Neonröhren: Der Supermarkt wird durchgestylt. Doch war sein trister Charme nicht gerade das Reizvolle?
Von Verena Mayer
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Neulich bei Kaiser’s. Schon am Eingang hat man das Gefühl, nicht in einem Supermarkt zu sein, sondern in einem neu ausgebauten Flughafen-Terminal. Der Boden ist spiegelblank, es gibt Tische und bequeme Stühle, an der Theke kann man sich Latte Macchiato holen. In einer Truhe liegen abgepacktes Sushi, Sandwiches und zehn verschiedene Salate to go, und die Einkaufswagen sehen neuerdings auch nicht mehr aus wie Legebatterien zum Rollen. Sie kommen als rote Trolleys daher, die man hinter sich herzieht wie Kabinengepäck.
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