Von Atwood bis Netflix: Dystopien boomen
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Blicke in die Welt von morgen zeigen fast immer düstere Szenarien. Weil die längst am plausibelsten sind?

© imago images / Marius Schwarz

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Von Atwood bis Netflix: Es lebe das Untergangsszenario!

In Büchern und Filmen bewegt sich die Gegenwart im Dauerschatten eines Worst-Case-Szenarios. Dystopie wird so allmählich zum Lebensgefühl. Eine Kolumne.

Max Tholl
Eine Kolumne von Max Tholl

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Eigentlich hat sich Margaret Atwood ein anderes Ende für ihre “Mägde” gewünscht. Wie die kanadische Starautorin jüngst in einem Interview verriet, sieht sie den fortwhärenden Erfolg ihres Kultbuches “Report der Magd” kritisch. Atwood verfasste den Roman Anfang der 1980er-Jahre, als die ultrareligiöse Rechte unter Ronald Reagan in Amerika erstarkte, und im Schatten der Berliner Mauer und den Repressalien hinter dieser. Die Kulisse des Buches bildet die fiktive Theokratie Gilead, die in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft die USA abgelöst hat, und in der Frauen den Herrschern als reine Geburtsmaschinen dienen müssen. 

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