Holocaust-Gedenken am Breitscheidplatz: In die Stille schreien
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Avitall Gerstetter ist Deutschlands erste jüdische Kantorin.

© Thilo Rückeis

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Holocaust-Gedenken am Breitscheidplatz: In die Stille schreien

Sie will die Namen der Opfer laut vorlesen, die Täter von damals sollen nicht das letzte Wort behalten. Avitall Gerstetter lädt seit Jahren am 27. Januar ein, der ermordeten Juden zu gedenken.

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Der Wind pfeift über den Breitscheidplatz, über Bauzäune, Männer und Frauen, sie hasten vom Zoo Richtung KaDeWe, balancieren Einkaufstüten oder zerren Rollkoffer hinter sich her. Avitall Gerstetter steht einfach nur da. Vergräbt die Hände in den Tiefen ihres Wintermantels. Sie mag die Ruine nicht, hat sie noch nie gemocht, das liegt heute nicht am Winterwetter und lag früher nicht an herumlungernden Junkies und Alkoholikern. Damals, lange bevor sie der Jüdischen Gemeinde als Kantorin diente.

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