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Essen und Trinken: Jetzt wird’s gemütlich
Wenn es draußen schneit und stürmt, macht es sich der Mensch drinnen bequem – am liebsten schön faul, mit einem Snack vor dem Fernseher. Kulturgeschichte eines Massenphänomens.
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Alle tun es, aber keiner spricht darüber. Wenn es Abend wird und die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken, werden die wenigen abgehärteten Berliner Spaziergänger Zeugen eines schier unverwüstlichen Phänomens: Hinter den mit Eisblumen verkrusteten Fensterscheiben flackert es fernsehblau, allüberall. So, wie es bereits ihre Vorfahren getan haben, wärmen sich die Menschen Stockwerk für Stockwerk am elektronischen Lagerfeuer. Draußen rieselt der Schnee, drinnen berieselt „Wer wird Millionär?“. Und weil zu so einem Lagerfeuer ein Snack gehört, versuchen sie, ebenso wie ihre Vorfahren, eine geeignete Position auf dem Sofa zu finden, in der sie möglichst krümelfrei essen und dabei fernsehen können, ohne dass die Gliedmaßen einschlafen.
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