
© Mike Wolff
Kolumne: Von Tisch zu Tisch: Klostermühle
In Alt Madlitz gibt es ein Restaurant mit laufendem Mühlrad. Wie schmecken da wohl Hechtfilet und Erdbeer-Grießflammeri?
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Nun mal los, Leute, raus aufs Land. Es ist ja nur die eine Sache, darüber zu lamentieren, dass sich draußen in der Mark soooo wenig bewegt. Die andere ist es, jene, die was tun, nach Kräften zu besuchen. Und für diesen Fall habe ich jetzt endlich was Neues in Brandenburg, ehrgeizig inszeniert bis ins Detail: das Gut Klostermühle, eine Mixtur aus Gasthaus, Hotel und Spa, wunderbar ruhig gelegen am See in einer der schönsten Ecken des Berliner Umlands. Zwei große Pools, einer drinnen, einer draußen, umfangreiche Angebote für „Medical Wellness“, kitschfrei eingerichtet. Vieles wirkt wie aus der „Bleiche“ geklaut, na, es gibt schlechtere Vorbilder.
Aber hier soll es ja ums Essen gehen. Öffentlich zugänglich sind zwei Restaurants in restaurierten Altbauten: die anheimelnde „Klosterscheune“ mit ländlichen Klassikern und die etwas feinere „Klostermühle“, tatsächlich mit einem laufenden Mühlrad. Feinschmecker wird eher interessieren, dass im edel rustikal gestalteten Inneren eine offene Molteni-Küche steht, der teure Traum jedes Küchenchefs. Gleich fünf Weißbemützte kümmern sich auf engem Raum um die Gäste, und sie tun das professionell und mit originellen Gerichten, die dann und wann höhere Sphären streifen und exzellenten Gegenwert fürs Geld bieten.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true