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Die Kartoffel ist reif für eine Renaissance: Knolle vorwärts
Die Deutschen und die Kartoffel – eine Beziehung fürs Leben? Nein, der Verbrauch sinkt. Dabei kann diese Erdfrucht alles. Eine Hymne mit viel Nussbutter.
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Die schönste Lobrede auf die Kartoffel hat der chilenische Lyriker Pablo Neruda geschrieben: „Taub bist du/ blind in der Erde./ Kaum sprichst du einmal in der Hölle des Öls/ oder singst in den Bratküchen der Häfen zu den Gitarren,/ Schweigsame du,/ Mehl der unterirdischen Nacht,/ unerschöpflicher Schatz der Völker.“ Der witzigste Reim kommt natürlich von Joachim Ringelnatz: „Jetzt schlägt deine schlimme Stunde,/ du Ungleichrunde,/ du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,/ du Vielgequälte,/ du Gipfel meines Entzückens./ Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens / mit der Gabel! – Sei stark!/ Ich will auch Butter, Salz und Quark …“
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