Computerspiel-Produktion: "Die Luft wird immer dünner"
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Der "Indie Advisor" André Bernhardt.

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Computerspiel-Produktion: "Die Luft wird immer dünner"

Sie heißen "Kunst-Stoff", "Maschinen-Mensch" oder "Tinytouchtales": In Berlin sprießen ständig neue Computerspiel-Studios aus dem Boden. Mittendrin: der "Indie Advisor" André Bernhardt. Ein Gespräch über Entwicklerträume, Nischenmärkte und die Anziehungskraft von Berlin.

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Herr Bernhardt, wie definieren Sie "Indie"?

Es gibt keine feste Definition. Ich selbst verstehe darunter Entwickler-Teams mit maximal 15 Mitgliedern, die nicht von einem einzelnen Spieleverlag abhängig sind, sondern ihre Spiele selbst digital veröffentlichen, sich teils durch Auftragsarbeiten querfinanzieren - und so das Risiko für ihre Projekte größtenteils allein tragen. Mit den Stores von Apple, Google und Steam sind die Möglichkeiten für Indie-Entwickler enorm gewachsen.

Sie arbeiten als "Indie Advisor". Was genau machen Sie da?

Als Netzwerker habe ich eine Vermittlerrolle. Einerseits unterstütze ich kleine Entwickler bei der Suche nach einem Spieleverlag. Und andererseits auch Verlage, die auf der Suche nach neuen Inhalten sind. Außerdem gebe ich Indie-Entwicklern Tipps, zum Beispiel dann, wenn sie ihr erstes Free-to-play-Projekt starten oder in den Mobile-Markt einsteigen möchten. Diese Studios haben aber oft nicht viel Geld und können mich deshalb nicht dauerhaft als Berater anstellen. Ich finanziere mich deshalb quer, vor allem durch die Arbeit für große Publisher. Für Indie-Studios organisiere ich auch Messeauftritte, zum Beispiel bei der Entwicklerkonferenz Quo Vadis in Berlin oder in der Poznan Game Arena.

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