Medien: Die Todesautomatik
Manchmal ersetzen Fernsehfilme Geschichtsbücher: Montagabend zeigt das ZDF einen sehenswerten Film über innerdeutsche Grenzer - nach einer realen Geschichte
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Schon zum zweiten Mal hintereinander das Unwahrscheinliche: Ein Fernsehfilm sagt mehr über die jüngste deutsche Vergangenheit als manches Geschichtsbuch. Natürlich, ein Film kann mehr offenhalten, er ist näher am Menschen, er kann sich durchkreuzende Logiken zulassen, mehrere Wahrheiten auch – im besten Falle. „Die Todesautomatik“ von Niki Stein ist ein solcher „bester Fall“. Wie vor kurzem „An die Grenze“ über jene, die ihren Wehrdienst an der innerdeutschen Grenze leisten mussten. Schon wieder also ein Film über die DDR, über die Grenze. Es ist ebenso ein Film über das Land geworden, das DDR-offiziell einmal „die BRD“ hieß. Nie „Bundesrepublik“. Kluge Menschen haben gesagt, die wirkliche Vereinigung beginnt, wenn wir anfangen, die deutsch-deutsche Geschichte als eine Geschichte zu betrachten. Es scheint möglich zu werden.
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